Weinprobe,  Weißweine

Anselmann Cabernet Sauvignon Blanc de Noir: die weiße Würzmühle

Ich mag diesen Anselmann-Wein deshalb so sehr, weil er optisch und geschmacklich ein recht untypischer Blanc de Noir ist: Er ist sehr hell in der Farbe und bietet dem Gaumen eher kräftige Noten als sommerliche Leichtigkeit.

Anselmann Cabernet Sauvignon Blanc de Noir
Schön würzige Noten – etwa von Pfeffer und Paprika.

Bereits die Säure zu Beginn überrascht für einen Blanc de Noir: Sie ist beim ersten Schluck von Anfang an da und zieht sich bis zum Ende durch. Das geht fast schon in die Richtung Riesling.

Die Cabernet-Traube bringt vor allem pfeffrige und würzige Aromen mit. Mit der Frucht geizt er etwas, wer auf Aprikose steht, wird sie aber finden. Dazu kommt noch etwas Paprika.

Klingt ganz und gar nicht nach einem Sommerwein, wie es für einen Blanc de Noir üblich ist. Klingt erst recht nicht nach einem typischen Weißwein. Doch trotz der genannten Geschmäcker macht ihn vor allem die Säure durchaus erfrischend. Ich bin sonst nicht so der „Welcher Wein zu welchem Essen“-Typ, aber gerade für defitige Grillfeste kann ich mir den Anselmann Cabernet Sauvignon Blanc de Noir sehr gut vorstellen. Und mit Blick auf den Preis: Für überschaubares Geld gibt es ordentlich viel Geschmack.

Anselmann Cabernet Sauvignon Blanc de Noir 2017 (Edesheim)

Trink ihn, wenn: Säure und Würze dir in Weiß gut gefallen

Lass ihn links liegen, wenn: ein Cabernet Sauvignon für dich nur rot sein darf

Weindezibel: 8/10

Preis: ca. 5,50 Euro

Hinweis: Die Preisangabe ist ohne Gewähr und stellt zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung einen unverbindlichen Durchschnittswert inkl. Rundung dar. Unsere Kriterien für das Weindezibel findet ihr hier.

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