• Petri Blanc
    Weinprobe,  Weißweine

    Petri Blanc: unfassbar viel für unfassbar wenig

    Silvaner. Müller-Thurgau. Muskateller. Das klingt irgendwie wie ein Oberstudienrat-Treffen einer Gesamtschule nach einem harten Studientag. Dann werden die Korken nach 27 Kilometer Busfahrt mit letzter Kraft gezogen. Und während um 11.57 Uhr der mittelalte Gauda die Runde macht, sind um 11.58 Uhr die ersten drei Flaschen leer. Alle Klischees abgedeckt? Gilt das auch für den Petri Blanc? Was ich eigentlich sagen will: Diese drei Rebsorten stehen nicht gerade vorne auf der Liste meiner Favoriten. Nicht mal im Mittelfeld. Eigentlich auf keiner Favoritenliste. Und dann kommt der Blanc – ein Cuvée aus den drei Sorten – noch aus der Literflasche. Mehr eigene Vorurteile kann ich kaum noch ertragen. Was soll bei…

  • 18 aus 18,  Weinprobe,  Weißweine

    Knipser Steinbuckel Riesling GG: Mehr Bums geht fast nicht mehr!

    2018 war es mein Lieblings-Riesling. Ich mag einfach diesen Bums. Ja, Bums. Und zwar so viel, wie ich es bisher bei keinem anderen Großen Gewächs erlebt habe. Der Steinbuckel löst eine gigantische Geschmacksexplosion im Mund aus – und ist trotzdem ein edler Tropfen. Am ganz großen Rieslinghorizont findet man den Laumersheimer Steinbuckel, eine Parzelle direkt neben einem ehemaligen Kalksteinbruch, nicht unbedingt – da tummeln sich bei Rieslingen Made in Pfalz vor allem die Forster und Deidesheimer Lagen. Und in der zweiten Reihe stehen viele aus den südlichen Regionen der Weinstraße. Aber wie so oft gilt: Wo Knipser ist, ist Klasse da. Und so schafft der Tausendsassa mit seinem Steinbuckel einen…

  • 18 aus 18,  Weinprobe,  Weißweine

    Emil Bauer Riesling Sex, Drugs & Rock’n’Roll: erst auf dem Etikett, dann im Glas

    „Da steht ,Sex‘ auf dem Etikett. Hihi! Haha! Hoho!“ Das ist so ziemlich die häufigste Reaktion von allen, die zum ersten Mal an einer Flasche dieses Rieslings vorbeikommen. Und ja: Das Marketing des Weinguts Emil Bauer – besonders die Etikettengestaltung – ist grandios. Denn hier geht’s nicht um Groupies, sondern um Pfälzer Bescheidenheit, wenn der Slogan ergänzt wird mit „just Riesling for me, thanks“. Und ja: So verwunderlich ist der Marketing-Erfolg nicht, hat doch schließlich Martin Bauer, der gemeinsam mit seinem Bruder Andreas das Weingut führt, Weinmarketing studiert. Und ja: Natürlich finde ich das Etikett mega, weil da Rock’n’Roll drauf steht. Und ich Riesling mag. Typisch pfälzische Bescheidenheit. Klar –…